Auf dem FHNW Campus Dreispitz entsteht ein Wissenshub
Evolution Design gestaltet ein ganzheitliches Learning- und Interior Design.
Ab dem Herbstsemester 2026 eröffnet auf dem Dreispitz-Areal in Basel der neue FHNW Campus Dreispitz – mit der Vision, einen Ort zu schaffen, an dem neue Formen des gemeinsamen Lehrens und Lernens entstehen. Diese Zielsetzung ist ein zentraler Bestandteil der FHNW Strategie Raum 2035, welche die zukünftigen Lern- und Arbeitswelten der Fachhochschule definiert.
Anpassungen nach der Pandemie
Seit 2017, als das Architekturbüro E2A den Wettbewerb für den Neubau gewann, hat das Projekt mehrere wesentliche Entwicklungsschritte durchlaufen. Baurekurse führten zu Verzögerungen, und vor allem die COVID-19-Pandemie brachte tiefgreifende Veränderungen in den Bereichen Arbeiten, Lernen und Lehren mit sich. Diese Entwicklungen machten auch eine Neubewertung dieses Projekts erforderlich.
Vor diesem Hintergrund wurde Evolution Design von der FHNW beauftragt, den geplanten Neubau auf Basis der heutigen Erkenntnisse zu überprüfen und konzeptionell weiterzuentwickeln. Ziel war es, die ursprüngliche architektonische Idee zu bewahren und gleichzeitig auf veränderte Anforderungen zu reagieren.
Die Vision des neuen Campus besteht insbesondere darin, die physische Präsenz gezielt zu stärken und einen Ort zu schaffen, der Austausch, Kollaboration und Innovation fördert.
Auf dieser strategischen Grundlage haben wir in den vergangenen zwei Jahren das Interior- und Learning Design für den neuen Campus entwickelt. Durch gezielte Anpassungen innerhalb der bestehenden Raumstruktur konnte die räumliche Vernetzung gestärkt und mehr Transparenz sowie Kommunikation ermöglicht werden – sowohl in den Lernzonen als auch in den Arbeitsbereichen.
Konkret haben wir:
- Den Grundriss so überarbeitet, dass geschlossene Räume deutlich reduziert wurden – zugunsten grosszügiger, offener Lernzonen auf allen Geschossen.
- Die massiven Wandflächen der Unterrichtsräume durch Glaswände mit Vorhängen ersetzt und damit Transparenz und räumliche Vernetzung gestärkt.
- Die bisherigen, stark segmentierten Bürostrukturen in offene und flexibel nutzbare Arbeitslandschaften überführt.
- Im 2., 3. und 4. Obergeschoss neue Meeting- und Coffee-Hubs als informelle Begegnungsorte etabliert.
- Zwischen den Hubs im 3. und 4. Obergeschoss eine offene Verbindungstreppe eingefügt, die kurze Wege schafft und spontane Interaktion fördert.
- Ein ganzheitliches Farbkonzept für Wände, Böden, Vorhänge, Akustikelemente und Möblierung entwickelt.
- Ein differenziertes Akustikkonzept erarbeitet.
- Ein Vorhangsystem als flexibles Zonierungs- und Atmosphärenelement konzipiert.
- Die Bodenbeläge für die Obergeschosse 1–4 von einem Hartbelag zu einem warmen Holzbelag gewechselt.
- Die neuen Lernwelten räumlich und funktional ausgearbeitet.
- Massgeschneiderte Schreinerarbeiten entworfen und detailliert geplant.
- Die Möblierung kuratiert und auf die unterschiedlichen Nutzungsszenarien abgestimmt.
- Die Dachterrasse im 2. OG wurde als eine begrünte und überdachte Lern- und Lounge-Terrasse neu definiert und entwickelt.
Folgende Elemente des ursprünglichen Architekturkonzepts wurden beibehalten:
- Beleuchtungskonzept
- Bodenbeläge im Erdgeschoss und in den Treppenhäusern
- Holzverkleidungen und Sichtbetonwände
- Nasszellen
- Küche, Café-Bar und Free-Flow-Bereich im Erdgeschoss
- Terrassenkonzept im 3. Obergeschoss
Vielfältige Lern- und Arbeitswelten
Durch die gezielte Überarbeitung der bestehenden Gebäudestruktur entstehen vielfältige Lern-, Lehr- und Arbeitslandschaften, die räumlich miteinander vernetzt sind. Neben klassischen Unterrichtsräumen und Hörsälen öffnen sich Bereiche für individuelles Lernen und Gruppenarbeit; Zonen für Pausen mit Lounge-Charakter, die spontane Gespräche und informellen Austausch fördern; sowie Begegnungs- und Veranstaltungszonen, die den campusweiten Dialog und das soziale Miteinander fördern.
Mit dieser Vielfalt an innovativen räumlichen Nutzungskonzepten entsteht ein Campus, der Lernen, Arbeiten und Begegnung ganzheitlich denkt und neue Formen der Zusammenarbeit und Wissensvermittlung räumlich unterstützt.